Spiritualität - (Fortsetzung)


Durch unseren Intellekt oder anders gesagt, durch unsere Gedanken, leben wir überwiegend in der Vergangenheit bzw. in der Zukunft. Wirklich im Augenblick zu leben würde bedeuten, alle Energie die ich zur Verfügung habe, jetzt zu bündeln, zu zentrieren und darin umzusetzen, was ich gerade tue. Der wichtigste Mensch ist der, der gerade vor mir steht- in diesem Augenblick. Der wichtigste Moment ist der, in dem ich mich gerade befinde. Dieser Augenblick prägt meine Zukunft.

 

Durch unsere Gedanken und Glaubensmuster, durch unsere  äusseren Zwänge, in die wir uns gebracht haben, ist es uns nur noch in seltenen Momenten möglich, uns in unserer Ganzheit zu spüren und zu leben. Anders ausgedrückt, können wir nur in der Meditation wirklich unser ganzes Potential an Energie leben, nur dann sind wir wirklich in unserer Mitte.

 

Das bedeutet aber nicht, dass wir den ganzen Tag irgendwo im Lotussitz verbringen und in der Stille sind. Die ganzen Meditationstechniken, die wir kennen, haben nur ein Ziel, uns zu zeigen, wie wir eigentlich im Alltag leben sollten. In einer ständigen Anbindung an unsere geistige Ebene. Denn genau das passiert, wenn  wir es in der Meditation schaffen, uns von unseren Alltagsproblemen zu lösen und wirklich im Hier und Jetzt sind.

Dann bin ich in meinem Herzen, höre meine innere Stimme und spüre ganz genau, was gut für mich ist und welchen Weg ich zu gehen habe. Wenn sich meine Gedanken dann wieder einschalten, kommen die Ängste  zurück, die Zweifel, wie ich dieses oder jenes wohl umsetzen kann, was die anderen wohl zu der einen oder anderen Entscheidung sagen werden usw. Wir sehen also, das, was uns von uns selbst und damit von unserer Geistenergie abhält, sind unsere Gedanken.

Das Ziel ist aber nicht, gedankenlos zu leben, sondern die Gedanken durch unsere Ursprungsenergie, der Geistenergie, Schritt für Schritt zu ersetzen. Dann kommen wir immer mehr zu unserer Spiritualität, immer mehr dazu, unser eigenes Potential zu leben, glücklich zu sein und unser Herz sprechen zu lassen – zu uns und zu anderen Menschen.